Aktuell Archiv

Hier finden Sie die Informationen, die unter der Rubrik "Aktuelles" auf der Internetseite der Anmeldestelle Chemikalien publiziert wurden.


28.09.2017

Öffentliche Konsultation zu Wirkstoffen mit Ausschlusskriterien, welche ersetzt werden sollen.

Folgende biozide Wirkstoffe befinden sich zur Zeit in der EU in öffentlicher Konsulation:

  • Reaktionsprodukte von Paraformaldehyd und 2- Hydroxypropylamin (ratio 1:1) (ursprünglich notifiziert als HPT) für Produktarten 2, 6, 11 und 13.
  • Reaktionsprodukte von Paraformaldehyd and 2- Hydroxypropylamin (ratio 3:2) (ursprünglich notifiziert als MBO), für Produktarten 2, 6, 11, 12 und 13.


News Oktober 2016

In der EU müssen Importeure von Stoffen in Mengen von 1-100 Tonnen pro Jahr jetzt mit der Vorbereitung der Registrierung beginnen, damit die Frist vom 31.05.2018 eingehalten werden kann. Schweizer Lieferanten (Händler ausgenommen) können einen Alleinvertreter in der EU einsetzen.

Reimporte registrierter Stoffe (EU > CH > EU) sind von der Registrierungspflicht ausgenommen. Es handelt sich um Reimport, wenn ein Stoff von einem Akteur der Lieferkette aus der Gemeinschaft ausgeführt und von demselben oder einem anderen Akteur derselben Lieferkette wieder in die Gemeinschaft eingeführt wird (Art. 2 (7) Bst. c REACH). Der Stoff muss nicht durch den Importeur registriert werden, sofern er nachweisen kann, dass

a) der Stoff gemäss Titel II von REACH registriert wurde
b) der reimportierte Stoff derselbe ist wie der aus der EU exportierte
c) er Informationen nach Art. 31 oder 32 (SDB oder Informationen zu Stoffen oder Zubereitungen, welche kein SDB erfordern) erhalten hat 


06.09.2016: Beantragte Verwendung von Diarsentrioxid: interessierte Kreise können uns bis zum 15.10.2016 Informationen über Alternativstoffe oder -technologien übermitteln

Die Firma Erie Electroverre SA, Romont, hat beantragt, Diarsentrioxid (in Anhang 1.17 ChemRRV sowie Anhang XIV REACH gelistet) in der Herstellung von flachem Extraweiss-Glas für Mikroskop-Objektträger weiterhin verwenden zu dürfen. In diesem Zusammenhang veröffentlicht die Anmeldestelle Chemikalien nicht-vertrauliche Informationen, zu welchen sich interessierte Kreise, die über Informationen über Alternativstoffe oder -technologien verfügen, bis zum 15.10.2016 äussern können.

reachhelpdesk@bag.admin.ch

Bundesamt für Gesundheit BAG
Gemeinsame Anmeldestelle Chemikalien des BAFU - BAG - SECO
CH-3003 Bern


News September 2016

Am 20. Juli 2016  ist die 9. Anpassung an den Technischen Fortschritt (9. ATP) zur CLPV veröffentlicht worden.

Mit der Änderung werden 26 Stoffe neu auf Anhang VI der CLPV aufgenommen und 22 bestehende Einträge werden geändert. Verbindlich werden die damit eingeführten Einstufungen und Kennzeichnungen für Stoffe und für Gemische, welche diese Stoffe enthalten, ab dem 1. März 2018 im europäischen Binnenmarkt. Mit der 9. ATP wird zudem in Anhang VI die Tabelle 3.2 mit den harmonisierten Einstufungen und Kennzeichnungen nach bisherigem System (orange-schwarz) per 1. Juni 2017 aufgehoben.

Neu aufgenommen werden u.a. harmonisierte Einstufungen für elementares Blei in massiver Form (Repr. 1A) und in Pulverform (Repr. 1A, SCL 0,03), für dicyclohexyl phthalate (CAS 84-61-7, Repr. 1B), für bestimmte Glas-Mikrofasern (Carc. 1B oder Carc. 2) sowie für zahlreiche Kupferverbindungen, die als umweltgefährlich mit Aquatic Acute 1 und Aquatic Chronic 1 klassiert werden.

Geändert werden u.a. die harmonisierte Einstufung für Bisphenol A (CAS 80-05-7, neu: Repr. 1B) und für Glutaraldehyde (CAS 111-30-8, neu Acute Tox. 2 inhal.). Für einige bestehende Einträge werden neu die Konzentrationsgrenzwerte für ihre Klassierungen als Repr. 1A oder 1B gesenkt. Davon betroffen sind u.a. diisobutyl phthalate (CAS 84-69-5), N-methyl-2-pyrrolidone (872-50-4) sowie viele Antikoagulantien der 1. und 2. Generation. Diese Antikoagulantien erhalten neu einen stoffspezifischen Grenzwert von 0,003%.

Seit dem 1. Juli 2015 wird in der Schweiz die jeweils gültige Fassung von Anhang VI der CLP-Verordnung in Anhang 2 Ziffer 1 der Chemikalienverordnung festgelegt. Die 9. ATP soll in der Schweiz zeitgleich wie im europäischen Binnenmarkt verbindlich werden (1.3.2018)..


20.07.2016: Informationen und das Benutzerhandbuch für die Massenmeldung in das Produkteregister stehen zur Verfügung.

Siehe unter:


News Juli 2016

Am 14.6. ist die 8. Anpassung an den Technischen Fortschritt (8. ATP) zur CLPV veröffentlicht worden.

Mit der 8. ATP wird die CLPV an die 5. überarbeitete Fassung (2013) des GHS (Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals) der Vereinten Nationen angepasst. Wichtigste Änderungen sind:

  • Neue Anforderung für die Kommunikation von Gefahren, die von desensibilisierten explosiven Stoffen und Zubereitungen ausgehen können (Kap. 2.1 UN-GHS)
  • Präzisierungen bei den Einstufungskriterien für Aerosole (Kap. 2.3)
  • Aufnahme einer neuen Methodik zur Einstufung oxidierender Feststoffe (Kap. 2.14)
  • Neuformulierung der Einstufungs- und Kennzeichnungskriterien der Gefahrenklasse 'Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung' (Kap. 3.2) mit:
    - Einführung einer Gefahrenkategorie 1, die verwendet wird, wenn die verfügbaren Informationen nicht ausreichen für die Einstufung in eine der Unterkategorien (1A, 1B und 1C)
    - Für Stoffe und Gemische mit einem extremen pH-Wert (≤ 2 bzw. ≥ 11,5) gilt, wenn keine anderen Informationen vorliegen, Kategorie 1.
    - Für Gemische wird das Einstufungsverfahren über die Bestandteile angepasst, um Bestandteile der Kategorie 1 zu berücksichtigen.
  • Neuformulierung der Einstufungs- und Kennzeichnungskriterien der Gefahrenklasse 'Schwere Augenschädigung/Augenreizung'
  • Bei den Sicherheitshinweisen (P-Sätze) werden als Folge der laufenden Optimierungsarbeiten auf UN-Ebene wiederum umfangreiche Änderungen vorgenommen. Insgesamt sind rund 20 P-Sätze und 10 kombinierte P-Sätze davon betroffen.
  • Bei Zubereitungen kann der ergänzende Gefahrenhinweis EUH208 ('Enthält <Name des sensibilisierenden Stoffes>. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.') entfallen, wenn die Zubereitung bereits mit EUH204 ('Enthält Isocyanate. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.') oder EUH205 ('Enthält epoxidhaltige Verbindungen. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.') gekennzeichnet ist.

Die Änderungen der 8. ATP sollen in der Schweiz zeitgleich wie im europäischen Binnenmarkt ab dem 1.2.2018 verbindlich werden. Stoffe und Zubereitungen, die bereits vor dem 1.2.2018 nach bisherigem Recht gekennzeichnet und verpackt wurden, dürfen noch bis zum 31.1.2020 abgegeben werden.


22.04.2016: Eine Wegleitung zur Meldung der in meldepflichtigen Zubereitungen enthaltenen Duftstoffe steht zur Verfügung.

Siehe unter:



16.02.2016: ERINNERUNG: Aufnahme des Permethrins als biozider Wirkstoff in den Anhang 2 der Biozidprodukteverordnung (VBP- SR 813.12).

Gestützt auf die entsprechenden wissenschaftlichen Beurteilungen und Entscheide der EU wird die Schweiz den folgenden bioziden Wirkstoff auf die Liste nach Anhang 2 VBP aufzunehmen.

Wirkstoff
CAS-Nummer PA Aufnahme-Datum Aufnahme befristet bis EU-Verordnung
Permethrin 52645-53-1 8+18 01.05.2016 30.04.2026 1090/2014

Gemäss Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe c Ziffer 1 VBP gilt eine Zulassung 6 Monate, nachdem der letzte Wirkstoff des Biozidproduktes in die Liste nach Anhang 2 VBP aufgenommen ist. Das Produkt darf noch längstens 12 Monate nach Aufnahme des letzten Wirkstoffs an Endverbraucherinnen abgegeben werden und 18 Monate nach Aufnahme beruflich verwendet werden (Art. 8 Abs. 3 VBP).

Soll das Biozidprodukt darüber hinaus (vgl. Tabelle oben) auf dem Markt bleiben, muss der Zulassunginhaberin entweder ein Gesuch um Zulassung ZL oder ein Gesuch um zeitlich parallele Anerkennung einer Zulassung aus einem EU oder EFTA-Staat gestellt werden. Mehr Information unter:

Ein Gesuch muss bei der ECHA über R4BP bis zum 01.05.2016 eingereicht werden.

Für eine unterbrechungsfreie weitere Vermarktung eines Produktes ist es unerlässlich, dass die oben genannte Frist eingehalten wird. Sollte die Anmeldestelle bis zur erteilten Frist die erwähnten Unterlagen nicht erhalten, müssen die Produkte spätesten am 30.04.2017 zurückgezogen und bis 31.10.2017 beruflich verwendet werden.


14.10.2015: Aufgrund einer EU Gerichtsentscheidung sind auch Produkte, die nur indirekt schädliche Organismen abtöten, als Biozidprodukte anzusehen.

Dies steht im Gegensatz zur Interpretation im Manual of Decision. Darüber hinaus ist die Richtlinie 98/8/EG (BPD) mit in Kraft treten der Verordnung (EU) Nr 528/2012 (BPR) aufgehoben worden, weshalb das Manual of Decision als nicht mehr anwendbar zu betrachten ist. Unternehmen, die aufgrund der Interpretation im Manual of Decision davon ausgegangen sind, dass ihre Biozidprodukte nicht unter die Biozidprodukteregulierung fallen, haben nun bis 1.10.2016 Zeit, um für ihre relevante Wirkstoff-Produktartkombination eine „declaration of interest“ zur Aufnahme in das Reviewprogramm bei der ECHA einzureichen. Weitere Details:


22.08.2014: Mit der jüngsten Revision der Biozidprodukteverordnung wird der Schutz des geistigen Eigentums in Bezug auf biozide Wirkstoffe auch in der Schweiz geregelt.

In Übereinstimmung mit den entsprechenden Vorschriften in der EU-Biozidprodukteverordnung dürfen zukünftig auch in der Schweiz nur noch solche Produkte vermarktet werden, deren Wirkstoffe von gelisteten Lieferanten stammen oder für welche ein Wirkstoffdossier bzw. eine Zugangsbescheinigung bei den Schweizer Behörden eingereicht wurde. Mehr Information unter:

Letzte Änderung 22.02.2018

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