Aktuell Archiv

Hier finden Sie die Informationen, die unter der Rubrik "Aktuelles" auf der Internetseite der Anmeldestelle Chemikalien publiziert wurden.


REACH, EU: Kandidatenliste um vier besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) erweitert

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat der Kandidatenliste vier besonders besorgniserregende Stoffe hinzugefügt:
• Diisohexyl phthalate, EC 276-090-2, CAS 71850-09-4
• 2-benzyl-2-dimethylamino-4'-morpholinobutyrophenone, EC 404-360-3, CAS 119313-12-1
• 2-methyl-1-(4-methylthiophenyl)-2-morpholinopropan-1-one, EC 400-600-6, CAS 71868-10-5
• Perfluorobutane sulfonic acid (PFBS) and its salts

Wenn ein Erzeugnis mehr als 0.1% SVHC enthält, muss der Lieferant Abnehmer und Verbraucher informieren. Weiterführende Informationen auf der Seite „Stoffe in Erzeugnissen (Gegenständen)“ des REACH-Helpdesks.

Auch in der Schweiz muss der Lieferant Abnehmer und Verbraucher informieren, wenn ein Gegenstand mehr als 0.1% eines Stoffes in Anhang 3 ChemV enthält.

 

28.11.2019: Konsultation zur beantragten Verwendung von Diglyme

Die Firma BASF Schweiz AG, Basel, hat beantragt, Diglyme (in Anhang 1.17 ChemRRV sowie Anhang XIV REACH gelistet) als Prozesslösemittel in der Herstellung von Produkten mit verschiedenen Anwendungen in der Elektronikindustrie weiterhin verwenden zu dürfen. In diesem Zusammenhang veröffentlicht die Anmeldestelle Chemikalien nicht-vertrauliche Informationen, zu welchen sich interessierte Kreise, die über Informationen über Alternativstoffe oder -technologien verfügen, bis zum 20.1.2020 äussern können.

 

Bundesamt für Gesundheit BAG
Gemeinsame Anmeldestelle Chemikalien des BAFU - BAG - SECO
CH-3003 Bern


18.07.2019 REACH, EU: Kandidatenliste um vier besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) erweitert

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat der Kandidatenliste vier besonders besorgniserregende Stoffe hinzugefügt:
• 2-methoxyethyl acetate, EC 203-772-9, CAS 110-49-6
• Tris(4-nonylphenyl, branched and linear) phosphite (TNPP) with ≥ 0.1% w/w of 4-nonylphenol, branched and linear (4-NP)
• 2,3,3,3-tetrafluoro-2-(heptafluoropropoxy)propionic acid, its salts and its acyl halides (covering any of their individual isomers and combinations thereof)
• 4-tert-butylphenol, EC 202-679-0, CAS 98-54-4

Wenn ein Erzeugnis mehr als 0.1% SVHC enthält, muss der Lieferant Abnehmer und Verbraucher informieren. Weiterführende Informationen auf der Seite „Stoffe in Erzeugnissen (Gegenständen)“ des REACH-Helpdesks.

Auch in der Schweiz muss der Lieferant Abnehmer und Verbraucher informieren, wenn ein Gegenstand mehr als 0.1% eines Stoffes in Anhang 3 ChemV enthält.

Gegenstände


REACH, EU: Kandidatenliste um sechs besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) erweitert

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat der Kandidatenliste sechs besonders besorgniserregende Stoffe hinzugefügt:
• 2,2-bis(4'-hydroxyphenyl)-4-methylpentane, EC 401-720-1, CAS 6807-17-6
• Benzo[k]fluoranthene, EC 205-916-6, CAS 207-08-9
• Fluoranthene, EC 205-912-4, CAS 206-44-0
• Phenanthrene, EC 201-581-5, CAS 85-01-8
• Pyrene, EC 204-927-3, CAS 129-00-0
• 1,7,7-trimethyl-3-(phenylmethylene)bicyclo[2.2.1]heptan-2-one, EC 239-139-9, CAS 15087-24-8

Wenn ein Erzeugnis mehr als 0.1% SVHC enthält, muss der Lieferant Abnehmer und Verbraucher informieren. Weiterführende Informationen auf der Seite „Stoffe in Erzeugnissen (Gegenständen)“ des REACH-Helpdesks.

Auch in der Schweiz muss der Lieferant Abnehmer und Verbraucher informieren, wenn ein Gegenstand mehr als 0.1% eines Stoffes in Anhang 3 ChemV enthält.


03.12.2018: Beantragte Verwendung von Trichlorethylen: interessierte Kreise können uns bis zum 04.02.2019 Informationen über Alternativstoffe oder -technologien übermitteln

Die Firma RUAG Aviation, Emmen, hat beantragt, Trichlorethylen (in Anhang 1.17 ChemRRV sowie Anhang XIV REACH gelistet) in Reparaturklebstoff für Treibstofftanks von Luftfahrzeugen weiterhin verwenden zu dürfen. In diesem Zusammenhang veröffentlicht die Anmeldestelle Chemikalien nicht-vertrauliche Informationen, zu welchen sich interessierte Kreise, die über Informationen über Alternativstoffe oder -technologien verfügen, bis zum 04.02.2019 äussern können.

reachhelpdesk@bag.admin.ch

Bundesamt für Gesundheit BAG
Gemeinsame Anmeldestelle Chemikalien des BAFU - BAG - SECO
CH-3003 Bern

 

31.07.2018: Beantragte Verwendung von Trichlorethylen: interessierte Kreise können uns bis zum 03.09.2018 Informationen über Alternativstoffe oder -technologien übermitteln

Die Firma Axalta Polymer Powders Switzerland Sàrl, Bulle, hat beantragt, Trichlorethylen (in Anhang 1.17 ChemRRV sowie Anhang XIV REACH gelistet) als Lösemittel zur Herstellung ultrafeiner Pulver thermoplastischer Polymere weiterhin verwenden zu dürfen. In diesem Zusammenhang veröffentlicht die Anmeldestelle Chemikalien nicht-vertrauliche Informationen, zu welchen sich interessierte Kreise, die über Informationen über Alternativstoffe oder -technologien verfügen, bis zum 03.09.2018 äussern können.

reachhelpdesk@bag.admin.ch 

Bundesamt für Gesundheit BAG
Gemeinsame Anmeldestelle Chemikalien des BAFU - BAG - SECO
CH-3003 Bern


RPC - Elektronische Formulare für Chemikalien

25.07.2018

Aufgrund von technischen Problemen wurde das für in der ersten Juli Woche geplante Update auf September verschoben.

Folgende Schwierigkeiten bleiben somit bis auf weiteres bestehen:

  • PDF-Belege können teilweise nicht generiert werden, wegen Sonderzeichen.
  • Massenmeldetool: zur Zeit können nur neue Produkte importiert werden; Updates von bestehenden Produktmeldungen sind nicht möglich.
  • Produkt in Produktmeldung: Weiterhin kein Verweis auf Produkte anderer Firma möglich
  • Einstufung / Kennzeichnung: Verwenden Sie Drag & Drop um H-und P-Sätze zu löschen. Button für das Löschen funktioniert nicht.
  • Suche nach firmenspezifischen Artikel Nummern und Primärschlüsseln ist nicht möglich.
  • Italienische Sprachversion nur teilweise übersetzt.Besten Dank für Ihr Verständnis

Besten Dank für Ihr Verständnis

Ihre Anmeldestelle Chemikalien

cheminfo@bag.admin.ch 

Tel. 041 58 46 273 05 von 08:00 Uhr bis 12:00Uhr. 


REACH, EU: Kandidatenliste um zehn besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) erweitert

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat der Kandidatenliste zehn besonders besorgniserregende Stoffe hinzugefügt:
• Octamethylcyclotetrasiloxane (D4)
• Decamethylcyclopentasiloxane (D5) 208-764-9 541-02-6
• Dodecamethylcyclohexasiloxane (D6) 208-762-8 540-97-6
• Blei
• Disodium octaborate
• Benzo[ghi]perylene 205-883-8 191-24-2
• Terphenyl hydrogenated 262-967-7 61788-32-7 vPvB (Article 57e) Used as a plastic additive, solvent, in coatings/inks, in adhesives and sealants, and heat transfer fluids.
• Ethylenediamine (EDA)
• Benzene-1,2,4-tricarboxylic acid 1,2 anhydride (trimellitic anhydride) (TMA)
• Dicyclohexyl phthalate (DCHP)

Wenn ein Erzeugnis mehr als 0.1% SVHC enthält, muss der Lieferant Abnehmer und Verbraucher informieren. Weiterführende Informationen auf der Seite „Stoffe in Erzeugnissen (Gegenständen)“ des REACH-Helpdesks.


RPC - Elektronische Formulare für Chemikalien

26.03.2018 - Neue internetplattform des Produkteregisters Chemikalien ab 29.03.2018

Eine neue, einfachere und intuitivere Benutzeroberfläche  wird ab dem 29.03.2018 in Betrieb genommen. Diese Änderungen beziehen sich auf eine Änderung der zugrunde liegenden Computersprache.

Unverändert bleibt:

  • Die Internetadresse      www.rpc.admin.ch
  • Der Benutzername und das Passwort 

Vielen Dank für Ihre Zusammenarbeit

Ihre Anmeldestelle Chemikalien  


Öffentliche Konsultation zu Wirkstoffen mit Ausschlusskriterien, welche ersetzt werden sollen.

Folgender biozide Wirkstoff befindet sich zur Zeit in der EU in öffentlicher Konsultation:

  • Cholecalciferol für Produktart 14

Weitere Details:


BIOZIDE: Neubeurteilung der Rodentizide mit Antikoagulanzien

Biozidprodukte: Die Neubeurteilung und Neueinstufung der Antikoagulanzien führen zu neuen Zulassungsbestimmungen für Rodentizide. Unter folgendem Link finden Sie die wichtigsten Informationen zu den Auswirkungen der Einstufung als „fortpflanzungsgefährdend“ und zu den neuen und bisher geltenden Risikominderungsmassnahmen in der Schweiz.


REACH, EU: Kandidatenliste um sieben besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) erweitert

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) fügt der Kandidatenliste sieben besonders besorgniserregende Stoffe hinzu:
• Chrysene (EC 205-923-4)
• Benz[a]anthracene (EC 200-280-6)
• Cadmium nitrate (EC 233-710-6)
• Cadmium hydroxide (EC 244-168-5)
• Cadmium carbonate (EC 208-168-9)
• Dechlorane plus (including any of its individual anti- and syn-isomers or any combination thereof) (CAS 13560-89-9; CAS 135821-74-8; CAS 135821-03-3)
• Reaction products of 1,3,4-thiadiazolidine-2,5-dithione, formaldehyde and 4-heptylphenol, branched and linear (RP-HP) [with ≥0.1% w/w 4-heptylphenol, branched and linear]

Wenn in der Schweiz ein Erzeugnis mehr als 0.1% SVHC enthält, muss der Lieferant Abnehmer und Verbraucher informieren. Weiterführende Informationen auf der Seite „Stoffe in Erzeugnissen (Gegenständen)“ des REACH-Helpdesks. 


REACH, EU: Kandidatenliste um einen besonders besorgniserregenden Stoff (SVHC) erweitert 

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat einen besonders besorgniserregenden Stoff der Kandidatenliste
hinzugefügt: Perfluorohexan-1-sulfonsäure und ihre Salze (PFHxS). Ferner wurde der Eintrag für Bisphenol A sowie
für vier Phthalate aktualisiert (endokrine Eigenschaften).
Wenn ein Erzeugnis mehr als 0.1% SVHC dieser Liste enthält, muss der Lieferant Abnehmer und Verbraucher
informieren. Weiterführende Informationen auf der Seite „Stoffe in Erzeugnissen (Gegenständen)“ des REACH-Helpdesks. 


REACH  

Anhang XIV REACH wird am 3. Juli 2017 um 12 besonders besorgniserregende Stoffe (darunter 7 Phthalate und andere Weichmacher) auf 43 zulassungspflichtige Stoffe erweitert.

• 1-Bromopropane (n-propyl bromide), EC No: 203-445-0, CAS No: 106-94-5
• Diisopentylphthalate, EC No: 210-088-4, CAS No: 605-50-5
• 1,2-Benzenedicarboxylic acid, di-C6-8-branched alkyl esters, C7 rich, EC No: 276-158-1, CAS No: 71888-89-6
• 1,2-Benzenedicarboxylic acid, di-C7-11-branched and linear alkyl esters, EC No: 271-084-6, CAS No: 68515-42-4
• 1,2-Benzenedicarboxylic acid, dipentylester, branched and linear, EC No: 284-032-2, CAS No: 84777-06-0
• Bis(2-methoxyethyl) phthalate, EC No: 204-212-6, CAS No: 117-82-8
• Dipentylphthalate, EC No: 205-017-9, CAS No: 131-18-0
• N-pentyl-isopentylphthalate, EC No: -, CAS No: 776297-69-9
• Anthracene oil, EC No: 292-602-7, CAS No: 90640-80-5
• Pitch, coal tar, high temp., EC No: 266-028-2, CAS No: 65996-93-2
• 4-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)phenol, ethoxylated (covering well-defined substances and UVCB substances, polymers and homologues); EC No: -, CAS No: -
• 4-Nonylphenol, branched and linear, ethoxylated (substances with a linear and/or branched alkyl chain with a carbon number of 9 covalently bound in position 4 to phenol, ethoxylated covering UVCB- and well-defined substances, polymers and homologues, which include any of the individual isomers and/or combinations thereof), EC No: -, CAS No: -

Nach dem Ablauftermin ("Sunset Date") ist deren Verwendung oder Inverkehrbringen zur Verwendung in der EU ohne Zulassung verboten. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie beim REACH-Helpdesk der Anmeldestelle Chemikalien.


RPC

Verpassen Sie nicht die Frist bis zum 31.05.2017 um ihre Produkte in RPC gemäss EU-CLP-Verordnung (GHS) zu aktualisieren.

Gefährliche (meldepflichtige) chemische  Zubereitungen dürfen nur noch bis zum 31. Mai 2017 mit bisheriger Kennzeichnung (DSD, orange/schwarz viereckige Kennzeichnung) an den Endkunden abgegeben werden.

Konsequenz 

Nach diesem Datum werden alle Zubereitungen und Stoffen, welche im Produkteregister (RPC) bei der Kennzeichnung keine gültigen GHS Angaben enthalten, ausser Handel genommen.
Sie haben somit noch Zeit bis zum 31. Mai 2017 Ihre Produkte im RPC zu aktualisieren und nach GHS korrekt zu kennzeichnen.

Begründung 

Die schrittweise Einführung von CLP/GHS erfolgte durch mehrere zeitlich gestaffelte Revisionen der ChemV. Um nach Inkrafttreten der CLP-Verordnung (2009) Handelshemmnisse für bereits neu gekennzeichnete Chemikalien aus dem EWR zu vermeiden, wurde in einer ersten Phase (2009/2010) CLP/GHS anwendbar gemacht für Stoffe und Zubereitungen. Gleichzeitig wurden die Fristen für den Systemwechsel in der Schweiz festgelegt, um rasch Planungssicherheit für die betroffenen Firmen zu schaffen (Stoffe: 1.12.2012; Zubereitungen: 1.6.2015).

Für Zubereitungen, die vor dem Inkraftreten der aktuellen Chemikalienverordnung verpackt und gekennzeichnet worden sind, endet die Übergangsbestimmung am 31.05.2017 (ChemV Art. 93).


REACH Registrierung

In der EU muss ein Stoff als solcher oder in einer Zubereitung registriert werden, bevor die Mengenschwelle von 1 Tonne pro Jahr und pro Hersteller oder Importeur überschritten werden darf. Vor der Registrierung eines Stoffes, der nicht (oder nicht mehr) von den Übergangsbestimmungen profitiert, muss ein potentieller Registrant bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA anfragen, ob bereits für denselben Stoff eine Registrierung eingereicht wurde. Die ECHA prüft dann die Stoffidentität, um Registranten desselben Stoffes zu ermitteln und den Kontakt zwischen ihnen herzustellen im Hinblick auf die gemeinsame Datennutzung und Registrierung.
Vorregistrierte Phase-in Stoffe in Mengen von 1 bis 100 Tonnen pro Jahr (eine nachträgliche Vorregistrierung ist ab dem 1.6.2017 nicht mehr möglich!) profitieren noch von einer Übergangsfrist, müssen aber bis spätestens zum 1.6.2018 registriert werden, wobei die Vorbereitungen hierfür bereits in vollem Gange sein sollten. Weiterführende Informationen in der Rubrik „Registrierung“ des REACH-Helpdesks.

REACH: ECHA organisiert im März und April zwei kostenlose Veranstaltungen für KMUs im Hinblick auf die letzte Registrierungsfrist

Die letzte Registrierungsfrist vom 1.6.2018 betrifft vor allem KMUs, welche Chemikalien in die EU exportieren oder dort herstellen. Hierzu organisiert die Europäische Chemikalienagentur ECHA zwei kostenlose Veranstaltungen:

  • REACH 2018 SME workshop - road to successful registration, 9-10 März 2017, WKÖ, Wien, Österreich
  • 12th Stakeholders' Day Conference am 4. und 5. April 2017 bei der ECHA, Helsinki, Finnland (Anmeldung bis 15. März 2017)

Für Fragen hierzu steht der Schweizer REACH Helpdesk zu Ihrer Verfügung.


21.02.2017: REACH, EU: letzte Frist für die nachträgliche Vorregistrierung läuft Ende Mai ab

Eine nachträgliche Vorregistrierung kann bis zum 1.6.2017 bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA eingereicht werden. Dies erlaubt EU Unternehmen, welche erstmals Phase-in-Stoffe in Mengen von 1 bis 100 Tonnen pro Jahr produzieren oder importieren, ebenfalls von der letzten Übergangsfrist des 1.6.2018 zu profitieren. Ansonsten muss bei der ECHA eine Anfrage, und danach die Registrierung eingereicht werden, bevor die Mengenschwelle von 1 Tonne pro Jahr und pro Hersteller oder Importeur überschritten werden darf. Weiterführende Informationen in der Rubrik „Registrierung“ des REACH-Helpdesks


News Januar 2017

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat vier besonders besorgniserregende Stoffe der Kandidatenliste hinzugefügt, darunter das Bisphenol A (CAS 80-05-7). Wenn ein Erzeugnis mehr als 0.1% SVHC dieser Liste enthält, muss der Lieferant Abnehmer und Verbraucher informieren. Weiterführende Informationen auf der Seite „Stoffe in Erzeugnissen (Gegenständen)“ des REACH-Helpdesks.


28.09.2017

Öffentliche Konsultation zu Wirkstoffen mit Ausschlusskriterien, welche ersetzt werden sollen.

Folgende biozide Wirkstoffe befinden sich zur Zeit in der EU in öffentlicher Konsulation:

  • Reaktionsprodukte von Paraformaldehyd und 2- Hydroxypropylamin (ratio 1:1) (ursprünglich notifiziert als HPT) für Produktarten 2, 6, 11 und 13.
  • Reaktionsprodukte von Paraformaldehyd and 2- Hydroxypropylamin (ratio 3:2) (ursprünglich notifiziert als MBO), für Produktarten 2, 6, 11, 12 und 13.


News Oktober 2016

In der EU müssen Importeure von Stoffen in Mengen von 1-100 Tonnen pro Jahr jetzt mit der Vorbereitung der Registrierung beginnen, damit die Frist vom 31.05.2018 eingehalten werden kann. Schweizer Lieferanten (Händler ausgenommen) können einen Alleinvertreter in der EU einsetzen.

Reimporte registrierter Stoffe (EU > CH > EU) sind von der Registrierungspflicht ausgenommen. Es handelt sich um Reimport, wenn ein Stoff von einem Akteur der Lieferkette aus der Gemeinschaft ausgeführt und von demselben oder einem anderen Akteur derselben Lieferkette wieder in die Gemeinschaft eingeführt wird (Art. 2 (7) Bst. c REACH). Der Stoff muss nicht durch den Importeur registriert werden, sofern er nachweisen kann, dass

a) der Stoff gemäss Titel II von REACH registriert wurde
b) der reimportierte Stoff derselbe ist wie der aus der EU exportierte
c) er Informationen nach Art. 31 oder 32 (SDB oder Informationen zu Stoffen oder Zubereitungen, welche kein SDB erfordern) erhalten hat 


06.09.2016: Beantragte Verwendung von Diarsentrioxid: interessierte Kreise können uns bis zum 15.10.2016 Informationen über Alternativstoffe oder -technologien übermitteln

Die Firma Erie Electroverre SA, Romont, hat beantragt, Diarsentrioxid (in Anhang 1.17 ChemRRV sowie Anhang XIV REACH gelistet) in der Herstellung von flachem Extraweiss-Glas für Mikroskop-Objektträger weiterhin verwenden zu dürfen. In diesem Zusammenhang veröffentlicht die Anmeldestelle Chemikalien nicht-vertrauliche Informationen, zu welchen sich interessierte Kreise, die über Informationen über Alternativstoffe oder -technologien verfügen, bis zum 15.10.2016 äussern können.

reachhelpdesk@bag.admin.ch

Bundesamt für Gesundheit BAG
Gemeinsame Anmeldestelle Chemikalien des BAFU - BAG - SECO
CH-3003 Bern


News September 2016

Am 20. Juli 2016  ist die 9. Anpassung an den Technischen Fortschritt (9. ATP) zur CLPV veröffentlicht worden.

Mit der Änderung werden 26 Stoffe neu auf Anhang VI der CLPV aufgenommen und 22 bestehende Einträge werden geändert. Verbindlich werden die damit eingeführten Einstufungen und Kennzeichnungen für Stoffe und für Gemische, welche diese Stoffe enthalten, ab dem 1. März 2018 im europäischen Binnenmarkt. Mit der 9. ATP wird zudem in Anhang VI die Tabelle 3.2 mit den harmonisierten Einstufungen und Kennzeichnungen nach bisherigem System (orange-schwarz) per 1. Juni 2017 aufgehoben.

Neu aufgenommen werden u.a. harmonisierte Einstufungen für elementares Blei in massiver Form (Repr. 1A) und in Pulverform (Repr. 1A, SCL 0,03), für dicyclohexyl phthalate (CAS 84-61-7, Repr. 1B), für bestimmte Glas-Mikrofasern (Carc. 1B oder Carc. 2) sowie für zahlreiche Kupferverbindungen, die als umweltgefährlich mit Aquatic Acute 1 und Aquatic Chronic 1 klassiert werden.

Geändert werden u.a. die harmonisierte Einstufung für Bisphenol A (CAS 80-05-7, neu: Repr. 1B) und für Glutaraldehyde (CAS 111-30-8, neu Acute Tox. 2 inhal.). Für einige bestehende Einträge werden neu die Konzentrationsgrenzwerte für ihre Klassierungen als Repr. 1A oder 1B gesenkt. Davon betroffen sind u.a. diisobutyl phthalate (CAS 84-69-5), N-methyl-2-pyrrolidone (872-50-4) sowie viele Antikoagulantien der 1. und 2. Generation. Diese Antikoagulantien erhalten neu einen stoffspezifischen Grenzwert von 0,003%.

Seit dem 1. Juli 2015 wird in der Schweiz die jeweils gültige Fassung von Anhang VI der CLP-Verordnung in Anhang 2 Ziffer 1 der Chemikalienverordnung festgelegt. Die 9. ATP soll in der Schweiz zeitgleich wie im europäischen Binnenmarkt verbindlich werden (1.3.2018)..


20.07.2016: Informationen und das Benutzerhandbuch für die Massenmeldung in das Produkteregister stehen zur Verfügung.

Siehe unter:


News Juli 2016

Am 14.6. ist die 8. Anpassung an den Technischen Fortschritt (8. ATP) zur CLPV veröffentlicht worden.

Mit der 8. ATP wird die CLPV an die 5. überarbeitete Fassung (2013) des GHS (Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals) der Vereinten Nationen angepasst. Wichtigste Änderungen sind:

  • Neue Anforderung für die Kommunikation von Gefahren, die von desensibilisierten explosiven Stoffen und Zubereitungen ausgehen können (Kap. 2.1 UN-GHS)
  • Präzisierungen bei den Einstufungskriterien für Aerosole (Kap. 2.3)
  • Aufnahme einer neuen Methodik zur Einstufung oxidierender Feststoffe (Kap. 2.14)
  • Neuformulierung der Einstufungs- und Kennzeichnungskriterien der Gefahrenklasse 'Ätzwirkung auf die Haut/Hautreizung' (Kap. 3.2) mit:
    - Einführung einer Gefahrenkategorie 1, die verwendet wird, wenn die verfügbaren Informationen nicht ausreichen für die Einstufung in eine der Unterkategorien (1A, 1B und 1C)
    - Für Stoffe und Gemische mit einem extremen pH-Wert (≤ 2 bzw. ≥ 11,5) gilt, wenn keine anderen Informationen vorliegen, Kategorie 1.
    - Für Gemische wird das Einstufungsverfahren über die Bestandteile angepasst, um Bestandteile der Kategorie 1 zu berücksichtigen.
  • Neuformulierung der Einstufungs- und Kennzeichnungskriterien der Gefahrenklasse 'Schwere Augenschädigung/Augenreizung'
  • Bei den Sicherheitshinweisen (P-Sätze) werden als Folge der laufenden Optimierungsarbeiten auf UN-Ebene wiederum umfangreiche Änderungen vorgenommen. Insgesamt sind rund 20 P-Sätze und 10 kombinierte P-Sätze davon betroffen.
  • Bei Zubereitungen kann der ergänzende Gefahrenhinweis EUH208 ('Enthält <Name des sensibilisierenden Stoffes>. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.') entfallen, wenn die Zubereitung bereits mit EUH204 ('Enthält Isocyanate. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.') oder EUH205 ('Enthält epoxidhaltige Verbindungen. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.') gekennzeichnet ist.

Die Änderungen der 8. ATP sollen in der Schweiz zeitgleich wie im europäischen Binnenmarkt ab dem 1.2.2018 verbindlich werden. Stoffe und Zubereitungen, die bereits vor dem 1.2.2018 nach bisherigem Recht gekennzeichnet und verpackt wurden, dürfen noch bis zum 31.1.2020 abgegeben werden.


22.04.2016: Eine Wegleitung zur Meldung der in meldepflichtigen Zubereitungen enthaltenen Duftstoffe steht zur Verfügung.

Siehe unter:



16.02.2016: ERINNERUNG: Aufnahme des Permethrins als biozider Wirkstoff in den Anhang 2 der Biozidprodukteverordnung (VBP- SR 813.12).

Gestützt auf die entsprechenden wissenschaftlichen Beurteilungen und Entscheide der EU wird die Schweiz den folgenden bioziden Wirkstoff auf die Liste nach Anhang 2 VBP aufzunehmen.

Wirkstoff
CAS-Nummer PA Aufnahme-Datum Aufnahme befristet bis EU-Verordnung
Permethrin 52645-53-1 8+18 01.05.2016 30.04.2026 1090/2014

Gemäss Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe c Ziffer 1 VBP gilt eine Zulassung 6 Monate, nachdem der letzte Wirkstoff des Biozidproduktes in die Liste nach Anhang 2 VBP aufgenommen ist. Das Produkt darf noch längstens 12 Monate nach Aufnahme des letzten Wirkstoffs an Endverbraucherinnen abgegeben werden und 18 Monate nach Aufnahme beruflich verwendet werden (Art. 8 Abs. 3 VBP).

Soll das Biozidprodukt darüber hinaus (vgl. Tabelle oben) auf dem Markt bleiben, muss der Zulassunginhaberin entweder ein Gesuch um Zulassung ZL oder ein Gesuch um zeitlich parallele Anerkennung einer Zulassung aus einem EU oder EFTA-Staat gestellt werden. Mehr Information unter:

Ein Gesuch muss bei der ECHA über R4BP bis zum 01.05.2016 eingereicht werden.

Für eine unterbrechungsfreie weitere Vermarktung eines Produktes ist es unerlässlich, dass die oben genannte Frist eingehalten wird. Sollte die Anmeldestelle bis zur erteilten Frist die erwähnten Unterlagen nicht erhalten, müssen die Produkte spätesten am 30.04.2017 zurückgezogen und bis 31.10.2017 beruflich verwendet werden.


14.10.2015: Aufgrund einer EU Gerichtsentscheidung sind auch Produkte, die nur indirekt schädliche Organismen abtöten, als Biozidprodukte anzusehen.

Dies steht im Gegensatz zur Interpretation im Manual of Decision. Darüber hinaus ist die Richtlinie 98/8/EG (BPD) mit in Kraft treten der Verordnung (EU) Nr 528/2012 (BPR) aufgehoben worden, weshalb das Manual of Decision als nicht mehr anwendbar zu betrachten ist. Unternehmen, die aufgrund der Interpretation im Manual of Decision davon ausgegangen sind, dass ihre Biozidprodukte nicht unter die Biozidprodukteregulierung fallen, haben nun bis 1.10.2016 Zeit, um für ihre relevante Wirkstoff-Produktartkombination eine „declaration of interest“ zur Aufnahme in das Reviewprogramm bei der ECHA einzureichen. Weitere Details:


22.08.2014: Mit der jüngsten Revision der Biozidprodukteverordnung wird der Schutz des geistigen Eigentums in Bezug auf biozide Wirkstoffe auch in der Schweiz geregelt.

In Übereinstimmung mit den entsprechenden Vorschriften in der EU-Biozidprodukteverordnung dürfen zukünftig auch in der Schweiz nur noch solche Produkte vermarktet werden, deren Wirkstoffe von gelisteten Lieferanten stammen oder für welche ein Wirkstoffdossier bzw. eine Zugangsbescheinigung bei den Schweizer Behörden eingereicht wurde. Mehr Information unter:

Letzte Änderung 07.07.2020

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